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  • Wir übernehmen keine Garantie für medizinische Korrektheit, alle angaben ohne Gewähr.
  • Diese Seite ersetzt keine medizinische Fachdiagnose und ist nicht zur Selbstdiagnostik geeignet.


Inhaltsverzeichnis

Vitalwerte

Blutdruck (inhaltlich Pflicht)

kurz RR, benannt nach Riva Rocci
  • Hypertonie 
    zu hoher Blutdruck
  • Symptome
Kopfschmerzen
Schwindel
Nasenbluten
Herzklopfen
Müdigkeit
Nervosität


  • Hypotonie 
    zu niedriger Blutdruck
  • Symptome
Kopfschmerzen
Schwindel
Blässe
Konzentrationsschwäche
gesteigertes Schlafbedürfnis
Tachykardie
Kollapsneigung/Synkope
Tremor

Puls (inhaltlich Pflicht)

  • Bradykardie 
    Herzschlag unter 60 Schlägen in der Minute.
  • Tachykardie 
    Herzschlag über 100 Schlägen in der Minute.
  • Asystolie 
    Herzstillstand

Sauerstoffsättigung (keine Pflicht)

nicht-invasives Verfahren zur Bestimmung des prozentualen Sauerstoffanteils im ateriellen Blut.
  • Normalwert ca. 97-100%
  • Besonderheiten
    COPD Patienten oder anders Vorerkrankte können im Normalzustand niedrigere Werte aufweisen.

Rekapillarisierungszeit (keine Pflicht)

  • auch "Recap"- Zeit genannt. Gibt die Zeitspanne an, in der Kapilargefäße nach kurzer Kompression auf eine Hautstelle (Fingernagel oft genutzt) wieder eine rosig rote Hautfarbe (Durchblutung) aufweisen. Die normale Zeit beträgt bis zu 2 Sekunden. Alles darüber ist mit einer schlechten Durchblutung zu begründen. Die Rekapillarisierungszeit ist im ABCDE-Schema dem Punkt C(irculation) zuzuordnen.

Traumata

Ein Trauma bezeichnet ein Ereignis, das einen Organismus schädigt bzw. verletzt. Dabei wird die jeweilige Verletzung selbst als Trauma bezeichnet (Trauma nach Kategorisierung).

SHT (Schädelhirntrauma) (teilweise inhaltlich Pflicht)

Verletzung/Erschütterung des Hirns -> Symptome immer gleich, Bewusstlosigkeitsdauer unterschiedlich

  • Stufe 1 (inhaltlich Pflicht
    Gehirnerschütterung (Commotio cerebri),sof. Bewusstlosigkeit,wenige Sek. bis Min., nach Aufwachen somnolent
  • Stufe 2 
    Gehirnprellung (Contusio cerebri),Hirnschädigung, Bewusstlosigkeit länger als 15 min, Somnolenz nach Aufwachen.
  • Stufe 3 
    Gehirnquetschung (Compressio cerebri), Bewusstlosigkeit hält Tage/Wochen an, extreme Somnolenz nach Aufwachen.
  • Therapie 
- 24h-48h Überwachung im Krankenhaus
- ggf. CT / fMRT

HWS-Trauma (Halswirbelsäulentrauma) (inhaltlich Pflicht)

Verletzung der Halswirbelsäule

  • Symptome 
    - Nackenschmerzen
  • Therapie 
    - Im Rettungsdienst vor Ort, immobilisieren z.B. mit einem Stiffneck

Thoraxtrauma (inhaltlich Pflicht)

Verletzung des Thoraxbereiches (Brustkorb), aber vorallem der darin liegenden Organe

  • Symptome 
    Schmerzen im Brustkorb, Atmungsprobleme (Dyspnoe/Tachypnoe)
  • Untersuchung 
    Abhören (Auskultieren) des Thoraxsbereiches, Bodycheck im Bereich Thorax
  • Mögliche Verletzungsbilder 
    Pneumothorax, Spannungspneumothorax, Blutaspiration
  • Therapie 
    Lungendrainage, Absaugen, ggf. Intubation, Sauerstoffgabe

Krankheiten

Infarkt (inhaltlich Pflicht)

  • Myokardinfarkt 
Auch bekannt als Herzinfarkt.
Ein Verschluss der Herzkranzgefäße, mit einem Sauerstoffmangel im Herzmuskelgewebe,
welches ein Absterben des Herzmuskelgewebes zur Folge haben kann.
Neben dem Herzinfarkt gibt es noch die Angina Pectoris, welche ein temporärer Herzinfarkt ist.


  • Symptome (Sehr unterschiedlich bei Mann und Frau) 
- Schmerzen in der Brust
- Schmerzen im Linken Arm (ausstrahlend)
- Kiefer/Rücken- Schmerzen
- Atemnotgefühl
  • Folgen 
- Herzversagen
- Bewusstlosigkeit
- Zyanose (Blaufärbung der Lippen durch Sauerstoffunterversorgung)
  • Therapie 
- Operativ z.B. mit einem Stent

Apoplex (inhaltlich Pflicht)

Auch bekannt als Schlaganfall.
Beschreibt den Verschluss oder das Platzen eines Blutgefäßes im Schädel welches zu einer Unterversorgung des Gehirns oder Hirnareale führt.
  • Symptome 
- Schmerzen im Kopf
- Hemiparese (Halbseitenlähmung)
- Koordinationsstörung
- Sprachstörungen
- Schwindel
  • Folgen 
- Bleibende Schäden in betroffenen Hirarealen
- Organversagen des Gehirns.
- eingeschränkte Mobilität (z.B. Hemiparese) / Sprachverlust

Lungenembolie (keine Pflicht)

bezeichnet die Verlegung einer der Lungen-/Bronchial-aterie.
  • Symptome 
- Die Patienten klagen über Atemnot, häufig sind gestaute Venen im Bereich des Halses erkennbar, da das Blut, das nicht von der betroffenen Aterie abgepumpt werden kann, staut.
  • Ursachen 
- Thrombenembolie (häufig)
- Septische Embolie
- Fettembolie
- Tumorembolie
  • Risikofaktoren 
- große Operationen
- Lungenerkrankungen
- maligne Tumore
Die Lungenembolie ist ein lebensbedrohliches Krankheitsbild, das schnellstmöglich behandelt werden sollte, falls es als Notfall auftritt.

Infektionen (keine Pflicht)

Bakterielle Infektion

  • Gramm Positiv 
  • Bacillaceae
  • Clostridium Tetani
  • Staphylokokken
  • Streptococcus
  • Gramm Negativ 
  • Borrelien
  • Enterobakterien
  • Gonokokken
  • Heliobacter Pylori
  • Vibrionen
  • Gramm Neutral 
  • Mycobacteriaceae

Virus Infektion

Pilz Infektion

Parasiten

Sonstiges (keine Pflicht (leichtes Thema))

  • Tremor
Eine sich wiederholende rhythmische Kontraktion entgegenwirkender Muskeln.
  • Hemiparese
Eine, auf eine Körperhälfte, auftretende leichte und unvollständige Lähmung.
  • Synkope
Eine Synkope ist ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust.
Sie ist die Folge einer Minderdurchblutung des Gehirns, die verschiedene Ursachen haben kann.
  • Zuckerkrank 
  • Hyperglykämie 
Hoher Blutzucker
  • Hypoglykämie 
Niedriger Blutzucker
  • Diabetes 
  • Typ 1 
Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem, aufgrund einer Entzündungsreaktion, die insulinproduzierenden β-Zellen der Pancreas zerstört.
  • Typ 2 
Insulin wird zwar produziert, kann aber an den Zellmembranen auf Grund einer Insulinresistenz nicht eingesetzt werden.
Hauptursache ist dabei Übergewicht des Betreffenden.

Medikamente

Narkotika (keine Pflicht)

Anästhetika, die zur Narkotisierung des zu behandelnden Patienten führen. Diese werden intravenös oder durch Inhalation verabreicht.

  • Inhalationsnarkotika 
Lachgas (Distickstoffoxid)
Halothan
Enfluran
  • Injektionsnarkotika 
Propofol
Ketamin
Midazolam
Etomidat
  • Nebenwirkungen 
    Bewusstsseinsstörungen (bei wachen Patienten), allergische Reaktionen, Atemdepressivität, Übelkeit, Krampfanfälle

Antibiotika (keine Pflicht)

Natürlich gebildetes Stoffwechselprodukt von Pilzen/Bakterien, das in gewissen Konzentrationen das Wachstum anderer Mikroorgansimen hemmt oder diese abtötet.

  • Häufig verwendete Antibiotika 
    Penicilin, Amoxicillin, Cefuroxim, Ciprofloxacin
  • Nebenwirkungen 
    Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz

Schmerzmittel/Analgetika (keine Pflicht)

Schmerzmittel (Analgetika) bezeichnen Medikamente, die beim Patienten eine schmerzlindernde Wirkung hervorrufen. Diese werden zur akuten Schmerzlinderung eingesetzt.

  • Häufig verwendete Analgetika 
    Voltaren, Ibuprofen, Novalgin, Dormicum, Ketanest, Fentanyl, Codein, Pethidin, Morphin
  • Nebenwirkungen 
    Magen-Darm Blutungen, Kopfschmerzen, Nieren/Leber-Versagen, Apoplex, Myokardinfarkt, Somnolenz (Bewusstseinseintrübung)

Sonstige Medikamente (inhaltlich Pflicht)

Transfusion 
Eine Transfusion beinhaltet immer dass etwas menschlich gespendetes übertragen wird (Blut, Erythrozyten-Konzentrat, Plasma..)
Infusion 
Eine Infusion ist einfach eine intravasale (=in eine Vene hinein) Flüssigkeitsgabe.
Sonstige 
  • medizinischer Sauerstoff (vor allem bei Schock und Infarkten zu verwenden)

Diagnostik

EKG (teilweise inhaltlich Pflicht)

  • (inhaltlich Pflicht) Ein Elektrokardiogramm ist eine Ableitung und Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivitäten.
  • (keine Pflicht) Wellen/Komplexe 
  • P-Welle 
    Ausbreitung der Erregung in den beiden Vorhöfen des Herzens
  • QRS-Komplex 
    Ventrikel (Kammern) kontraktieren und pumpen das Blut durch Aterien in den Körper/Lungen- Kreislauf
  • T-Welle 
    Erregungsrückbildung in den Ventrikeln (Kammern)
  • U-Welle 
    Unkonstante Hebung nach der T-Welle
Über die Wellen/komplexe lassen sich Fehler auslesen welche z.B. auf einen Myokardinfarkt hindeuten können. Das EKG gibt keinen Aufschluss über die mechanische Aktivität des Herzens.

CT (inhaltlich Pflicht)

Computertomographie

Im gegensatz zum Röntgen wertet ein Computer die Ergebnisse der Röntgenstrahlen, welche durch den Körper dringen aus und
errechnet daraus ein 3D-Bild.

MRT (inhaltlich Pflicht)

Mit der MRT kann man Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe erlauben.
Sie basiert auf sehr starken Magnetfeldern, mit denen bestimmte Atomkerne im Körper angeregt werden,
wodurch in einem Empfängerstromkreis ein elektrisches Signal induziert wird.
Aus diesem Signal erreichnet ein Computer ein dreidimensionales Bild.
Im Gerät wird keine belastende Röntgenstrahlung genutzt oder erzeugt.

Röntgen (inhaltlich Pflicht)

Durch Röntgenstrahlen können Dinge(unterschiedllicher Härten) im Körper betrachtet werden. Z.B. Knochen und damit einhergehend auch Frakturen.
Wichtgig ist das Abdecken empfindlicher Körperberecihe mit Bleiwesten/Bleistücken)

Sonographie (keine Pflicht)

Umgangssprachlich Ultraschall genannt.
Durch Ultraschall kann Organisches Gewebe untersucht werden

Endoskopie (keine Pflicht)

Körperhölen/Holorgane können minimalinvasiv untersucht werden.

Askultation (keine Pflicht)

Das Abhören des Körpers.
Typischerweise mit dem Stethoskop.
Es kann beim Blutdruckmessen, bei der Lungenfunktion, Herzfunktion, oder sogar Frakturen, eingesetzt werden.

Erweiterte Behandlungsmittel (keine Pflicht)

Eine Nackenstütze, einsatz findet sie bei verdacht auf HWS
Ein Stiffneck immobilisiert Die Halswirbelsäule weitesgehend.
Eine biegbare schiene, für das schnelle temporäre schienen am Einsatzort. Wird in der Regel im krankenhaus ersetzt.
Mit einem Samsplint kann man vorallem an den Armen/händen, auf die Fraktur angepasste, Schienen "basteln".
  • Vakuummatratze
Eine Matratze, die mit kleinen Kugeln gefüllt ist. Bei Unfällen mit Verdacht auf Nervenbahn/Rückenmarks- Schädigungen wird diese Matratze genutzt. Liegt der Patient in ihr, wird sie abgesaugt und wird sehr fest, da der Inhalt der Matratze extrem aushärtet. Sie soll den Körper des Patienten stabilisieren und weitere Schädigungen am Patienten verhindern.

Sonstiges (inhaltlich Pflicht)

  • HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung)
Soll einen Atem- und Kreislaufstillstand beenden.
Wird NUR bei Patienten mit Asystole eingesetzt. Bei patienten mit Puls(einem Herzschlag), könnte es zu schäden oder Kreislaufstillstand kommen.
Abwechslend 30-mal drücken(Mit dem Handballen in der mitte einer gedachten Linie zwischen den Brustwarzen).
Und 2-mal Beatmen. Dies kann durch Mund zu Mund, Mund zu Nase, oder mit einer Sauerstoffmaske mit Beutel und gegebenfalls Sauerstoffzufuhr geschehen.
  • Schockraum
Der Schockraum (Auch Reanimationsraum) ist ein spezieller Raum in der Notaufnahme des Krankenhauses, in welchem schwer verletzte Patienten nach der Einlieferung ins Krankenhaus zuerst behandelt und ggf. reanimiert werden.
  • LNA
Der Leitende Notarzt ist bei einer Großschadenslage der Medizinische Hauptverantwortliche. Zusammen mit dem EL koordiniert er den gesamten Einsatz. Außerdem teilt er Patienten mittels Kategorisierung im Triagekartensystem ein und weist Rettungsdienstmitarbeiter zu. LNA ist immer derjenige Notarzt der zuerst bei einem Großeinsatz eintrifft.